Warum koordiniert der St.Gallische Hilfsverein SGHV Patenschaften Mia & Max?

Kinder von Eltern mit psychischer Beeinträchtigung sind nicht ausreichend in die gesundheits- und finanzpolitischen Überlegungen der öffentlichen Hand einbezogen. Ein internationaler Kreis von Forscherinnen und Forschern beschäftigt sich jedoch seit einigen Jahren mit ihrer Situation. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz 50'000 betroffene Kinder leben. Die «Winterthurer Studie» zählt schon 2007 allein im Raum Winterthur 700 Kinder. Sie stellt zudem fest, dass in betroffenen Familien verschiedenartige Belastungen zusammenkommen, was die Lage für Kinder weiter erschwert. Forschung zur psychischen Widerstandskraft (Resilienz) weist nach, dass solche Ansammlungen von Problemen auf lange Sicht Folgeerscheinungen bei Kindern wahrscheinlicher machen. Tragfähige, langfristig angelegte Beziehungen zu Nicht-Betroffenen innerhalb oder ausserhalb der Familie mindern das Risiko.

Hier setzt das Projekt Patenschaften Mia & Max an. Die Schweiz macht nämlich seit ein paar Jahren gute Erfahrungen mit Patenschaftsmodellen für Kinder von Eltern mit psychischer Beeinträchtigung. Der St.Gallische Hilfsverein SGHV bringt eines in den Kanton St.Gallen. Bis 2025 sollen hier 30 Patenschaften koordiniert werden.

"Tragfähige, langfristig angelegte Beziehungen zu Nicht-Betroffenen innerhalb oder ausserhalb der Familie mindern das Risiko."